verbunden sein – gesund bleiben

Wege zu psychosozialer Gesundheit / Rückblick 2017 / Programm 2018

Rückblick: Symposium 2017
Samstag

Keynotes
Playback Theater (Jonathan Fox)
Psychotherapie (Sara Michalik)
Kunsttherapie (Isabelle Schenkel)
Gesundheitsförderung (Felix Wettstein)
Reflexionen mit Playback Theater
Diskussionen im World-Café

Rückblick: Workshops 2017
Sonntag

In den Workshops gibt es Gelegenheit, Playback Theater zu entdecken und vorhandenes Können zu vertiefen.

Vormittag:
Narrative Reticulation (Jonathan Fox)
Der Spiel-Salon (Jaap Oostra)
Tiefes Zuhören (Anna Chesner)

Nachmittag:
Fünf Zielsetzungen für eine Playback-Theater Aufführung (Jonathan Fox)
Der Spiel-Salon (Jaap Oostra)
Lernen und Spass haben beim Selbermachen (Karin Gisler)

Impressionen 2017

Symposium 2017

Keynotes Samstag
Jonatan Fox

Jonathan Fox

Geschichten, Spontaneität, Atmosphäre: Wie Theater durch narrative Retikulation Gemeinschaft bildet.
Der Begründer des Playback-Theaters wird eine Theorie präsentieren, die zeigt, wie das Teilen unserer persönlichen Geschichten psychische wie soziale Gesundheit und das Wohlbefinden von Einzelnen und Gruppen unterstützen kann.

Story, spontaneity, atmosphere: how theatre builds community through narrative reticulation
The founder of playback theatre will present a theory of how sharing our personal stories can promote health and well being for individuals and groups.
Simultanübersetzung E/D: Ella Hoffmann

Sara Michalik-Imfeld

Sara Michalik-Imfeld

Innere und äussere Bühnen: „Es braucht den Drachen, damit das scheue Pferd nicht in Gefahr kommt“

Wenn Persönlichkeitsanteile, Konflikte und innere Zustände durch Symbole externalisiert und auf eine äussere Bühne gebracht werden, ermöglicht dies einen kreativen Zugang zu verborgenen Welten. Durch die Teilearbeit mit Tierfiguren erfahren Kinder wie Erwachsene eine Verbindung mit eigenen inneren Dynamiken und kommen in Kontakt mit Innenwelten anderer Familienmitglieder. Symptome wie Aggression, Zwänge, depressive Anteile oder Eifersucht werden beobachtbar gemacht und in Beziehung gesetzt zu anderen Persönlichkeitsanteilen und zu anderen relevanten Personen. Diese Technik der psychodramatischen Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen in Form von Tierfiguren ermöglicht neue Zugänge und unerwartete Lösungsansätze. Klienten verstehen ihre unerwünschten Anteile besser, erkennen Symptome als Wegweiser und können daher ihre Ressourcen besser aktivieren.

Isabelle Schenkel

Isabelle Schenkel
Offenheit und Fähigkeit zur Begegnung
Kunsttherapie ist ein Beruf mit den Fachrichtungen: Bewegungs- und Tanztherapie / Drama- und Sprachtherapie / Gestaltungs- und Maltherapie / Intermediale Therapie / Musiktherapie. Eines ihrer Hauptziele ist es, Individuen und Gemeinschaften eine lebendige, selbstgesteuerte Antwort auf Leiden anzubieten. Kunsttherapie arbeitet nach verschiedenen Methoden und Interventionslehren. Musik, Tanz, Malen, Poesie oder Theater. Es wird ein Beispiel mit der Anwendung von Poesie in einer Gruppensitzung präsentiert.

Felix Wettstein

Felix Wettstein

Eine Kultur der Wertschätzung entwickeln
Ressource für eine hohe psychische und soziale Gesundheit

Wertschätzung wird gross geschrieben – zumindest in Leitbildern. Doch wie wird sie praktisch gelebt und gepflegt? Vieles deutet darauf hin, dass Wertschätzung eine zentrale Ressource für die psychische und soziale Gesundheit ist. Vorweg ist sie eine persönliche Kompetenz, die sich allerdings erst in der zwischenmenschlichen Interaktion manifestiert. Sie ist nicht bloss ein persönliches Talent, sondern lässt sich schulen, formen, heranbilden. Mehr noch: Wir reden von einer „Kultur der Wertschätzung“ und meinen damit eine Eigenschaft einer Organisation, eines Betriebs, einer Gesellschaft. Der Vortrag beleuchtet, was zur Stärkung dieser Kultur beitragen kann.

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Symposium 2017

Workshops Sonntag

In den Workshops gibt es Gelegenheit, Playback Theater zu entdecken und vorhandenes Können zu vertiefen.

Jonathan Fox

Vormittag: Narrative Reticulation
Praktische Anwendung für Proben und Aufführungen.
Die Theorie der narrativen Reticulation kann uns unterstützen, Proben und Aufführungen besser einzuschätzen und zu sehen, was es noch braucht, um beides effektiver und wirksamer zu gestalten. Dieser Workshop unterstützt dich in der Analyse deiner eigenen Playback-Theater Arbeit und im Finden neuer Wege für die Zukunft.
Teilnahme: Interessierte, mit Erfahrung in Playback-Theater
Kurssprache: englisch/deutsch (Übersetzung)

Nachmittag: Fünf Zielsetzungen für eine Playback-Theater Aufführung
In jeder Playback-Theater Aufführung – wo und für wen auch immer – lässt sich erkennen, was für die Anwesenden persönlich relevant ist. Oft haben Playback-Theater Auftritte jedoch eine spezifische Zielsetzung: Sie sind Bestandteil einer Weiterbildung, sollen einen Dialog fördern, eine Transition abfedern helfen, zur Heilung beitragen, neue Einsichten eröffnen oder zur Teambildung beitragen …
Klarheit über die Zielsetzung des jeweiligen Auftritts hilft uns, diesen wirkungsvoll zu strukturieren. Dieser Workshop zeigt verschiedene Möglichkeiten, um unterschiedlichen Zielsetzungen gerecht zu werden.
Teilnahme: Interessierte, mit Erfahrung in Playback-Theater
Kurssprache: englisch/deutsch (Übersetzung)

Jaap Oostra

Jaap Oostra
Vormittag und Nachmittag*: Der Spiel-Salon
Playback-Theater für und mit alte und handicapierte Menschen.
Was kann Theater für betagte Menschen bedeuten, die ihr Leben im Heim verbringen? Wie ist es möglich, dass sie innerhalb einer Stunde eine bedeutsame Erfahrung machen? Wie können alle an dem Prozess teilhaben? Jaap Ostra wird seine Methode dieses vereinfachten Playback-Theaters vorstellen. Die Methode ist einfach zu lernen und eignet sich für unterschiedliche Zielgruppen.
Teilnahme: Interessierte, mit und ohne Erfahrung in Playback-Theater *) der Workshop wird zweimal durchgeführt.
Kurssprache: E/D mit Übersetzung

Anna Chesner

Anna Chesner

Vormittag: Tiefes Zuhören
Beim tiefen Zuhören sind wir mit uns selbst, anderen, der Gemeinschaft und dem Kosmos verbunden. Wir leben in einer komplexen Welt in welcher wir vielen Möglichkeiten und Anforderungen gegenüber stehen. Wie gehen wir mit all den Geräuschen um? Wie gelingt es uns, auf kreative Weise zu wählen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten wollen? Der Workshop beinhaltet Elemente aus dem Playback-Theater.

Teilnahme: Interessierte, mit und ohne Erfahrung in Playback-Theater
Kurssprache: deutsch

Karin Gisler

Karin Gisler
Nachmittag: Lernen und Spass haben beim Selbermachen
Beim Playback-Theater erzählen wir uns Momente aus unserem Leben und spielen sie aus dem Stegreif nach. Im Workshop gibt es Gelegenheit, selber Playback-Theater zu spielen und dabei den Spass am spontanen Spiel, die Verbundenheit untereinander und die Kraft der Berührung zu entdecken, welche zu dieser besonderen Theaterform gehören. Wir erlernen zwei Grundformen aus dem Playback-Theater, welche auch in anderen Zusammenhängen anwendbar sind.
Teilnahme: Neugierige und Interessierte, die selbst Playback-Theater spielen wollen
Kurssprache: deutsch

Symposium 2018

Programm Samstag

Workshops

Jurij A. Vasiljev
Yurij Vasiljev

Imagination – Bewegung – Stimme
Das Besondere in diesem Sprachtraining – bei dem zwar auch die Stimme, die Phonetik und die Diktion geübt werden, zeigt sich darin, dass Körperbewegungen und Gesten voll ins Training integriert sind. Auf alle Impulse von aussen reagiert primär der Körper mit kunstvollen Bewegungen. Diese Bewegungen lösen erst die Stimme im Menschen aus.

Übersetzung (Workshop) vom Russischen ins Deutsche: Caroline Scholz Ott

Tomáš Ondrůšek
Tomas Ondrusek

Was ist Musik?
Aktion und Interaktion: musikalische Improvisation als Kommunikationsmittel

Im Workshop haben Sie die Möglichkeit Neues zu entdecken und vor allen neue musikalische Denkweisen zu erproben und zu erfahren. Die Frage, ob musizieren eine intellektuelle Leistung ist – bzw. die Frage ob Musikalität eine Form von Intelligenz ist oder eine davon unabhängige Begabung scheint die Wissenschaftler immer noch zu beschäftigen. Klar ist jedoch, dass bei dem Prozess des Musizierens beide Hemisphären in einer besonderen Art interagieren müssen. Dies gilt umso mehr für das spontane kreieren, die Improvisation. Ausgangspunkt sind Perkussionsinstrumente. Wir werden lernen und erfahren wie individuelle Sicht mit sozialem Umfeld in „Einklang“ gebracht wird. Interdependenz ist hierbei das Schlüsselwort  Gleichzeitigt zeigt das Instrument was es kann und welche Klänge darin versteckt sein können. Mit Gewissheit erschliessen sich für jede teilnehmende Person neue Möglichkeiten und Erkenntnisse.

Brigitte Rychen

Healthy Body Image
Für mehr Respekt sich selbst und andern gegenüber

Medien, Modewelt, Industrie vermitteln häufig Idealbilder zu Aussehen und Körper, welche der Realität nicht entsprechen. Noch nie war der Druck auf Menschen „körperlich perfekt“ zu sein, so gross wie heute. Davon sind oft bereits Kinder im Kindergarten und der Primarschulstufe, viele Jugendliche und Erwachsene betroffen. Sie setzen einen grossen Teil ihrer Energie dafür ein, dem heutigen, oft unerreichbaren (Schönheits-) Ideal zu entsprechen. Dies führt in hohem Masse dazu, dass diese Menschen ihren Körper nicht mehr richtig wahrnehmen können und ihr Selbstwertgefühl untergraben wird.

Keynotes

Prof. Dr. Jurij A. Vasiljev
Yurij Vasiljev

Theater – Ausdruck der Seele
Das Theater ist ein grossartiger Raum, gewissermassen der Kosmos der Kultur. Es gibt im Theater keinen Rahmen, keine Schwellen, keine Grenzen. Das Theater ist einzigartig und unerschöpflich. Wie der Kosmos folgt das Theater seinen eigenen Regeln. Die wichtigste Regel erschliesst sich aus dem echten Leben des Menschen. Im Theater kann jenseits seines Seins nichts entstehen. Der Mensch ist Geist, Seele gepaart mit physischer Energie. Das Theater ist ohne Seele nicht denkbar!

Prof. Dr. Dipl.-Psych. Philipp Hammelstein
Philipp Hammelstein

Psychische Gesundheit Einzelner in der Gruppe

Prof. Tomáš Ondrůšek
Tomas Ondrusek

Was ist Musik?

Sind wir Gefangene unserer jeweiligen Bilder? Jeder Mensch ist natürlicherweise limitiert in seiner Wahrnehmung. Paradoxerweise v.a. durch die Zugehörigkeit zu seinem Kulturkreis. Daher hat die Prämisse von dem bekannten Musikwissenschaftler und Ethnologen G. Kubik nach wie vor Geltung: Wir verstehen  nur das, was wir bereits kennen…

Die Frage der Bildung – hier der „musikalischen  Bildung“ – ist somit v.a. eine Frage der kulturübergreifenden Erfahrung: Interkulturalität also als Urquelle der „Bildung“? Begeben wir uns unter dem Motto Die Neugier ist das wichtigste! zusammen auf eine spannende Reise durch Kulturen und deren Musiken – Verständnis  und Missverständnis.

Sara Michalik lic phil
Sara Michalik

Der Mensch ist die Summe von Gedanken – Gefühlen – Verhalten und mehr
Vorgestellt wird ein einfaches psychologisches Modell, das die Bedeutung unserer Gedanken und insbesondere die Verbindung zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten aufzeigt. Deutlich wird, welche Wirkung insbesondere negative Gedanken haben, wie wichtig es ist diese zu entlarven und wo angesetzt werden kann um unliebsame oder gar dysfunktionale Muster zu durchbrechen. Damit können wir nicht nur mehr Verständnis für uns selbst entwickeln, wir lernen auch ganz konkrete Ansätze kennen, wie wir unsere persönliche Gesundheit und die Gesundheit unserer Klientel stärken können.

Symposium 2018

Programm Sonntag

Mathias Schiesser
Mathias Schiesser

Es gibt einen Boden unter den Füssen
Der TaKeTiNa-Workshop lässt durch Rhythmuserfahrung die Wahrnehmung eines tragenden Bodens zu. Mit Schritten, Klatschen und Stimme wird die Gleichzeitigkeit verschiedener Ebenen erlebbar. Im Wechsel zwischen Ordnung und Chaos wachsen Gelassenheit und Vertrauen inmitten von Bewegung. Diese Rhythmusarbeit lädt dazu ein, sich mit Urvertrauen und Geborgenheit wieder zu verbinden, inmitten von mannigfaltigen Herausforderungen und Komplexität.

Caroline Scholz Ott  

Ein „b“ ist kein „w“
SPRECHEN IST HANDLUNG. Die artikulatorische Unterscheidung der Laute körperlich zu begreifen hilft uns die eigene sprecherische Handlung als lustvolle, verständliche, freie und im Gegenüber etwas Konkretes auslösende Handlung zu erleben. Das Wort nimmt Raum ein. Kommunikation entsteht.

Sara Michalik-Imfeld
Sara Michalik

Innere und äussere Bühnen

Wenn Persönlichkeitsanteile, Konflikte und innere Zustände durch Symbole externalisiert und auf eine äussere Bühne gebracht werden, ermöglicht dies einen kreativen Zugang zu verborgenen Welten.

Durch die Teilearbeit mit Tierfiguren erfahren Kinder wie Erwachsene eine Verbindung mit eigenen inneren Dynamiken und kommen in Kontakt mit Innenwelten anderer Familienmitglieder. Symptome wie Aggression, Zwänge, depressive Anteile oder Eifersucht werden beobachtbar gemacht und in Beziehung gesetzt zu anderen Persönlichkeitsanteilen und zu anderen relevanten Personen. Diese Technik der psychodramatischen Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen in Form von Tierfiguren ermöglicht neue Zugänge und unerwartete Lösungsansätze. Klientinnen und Klienten verstehen ihre unerwünschten Anteile besser, erkennen Symptome als Wegweiser und können daher ihre Ressourcen besser aktivieren.

Neben theoretischen Hintergrundwissen und dem Vorstellen von Fallbeispielen wird die Arbeit mit Tiersymbolen nach dem psychodramatischen Ansatz von Alfons Aichinger vorgestellt.

Nachmittags Workshops zur Auswahl

Jurij A. Vasiljev
Yurij Vasiljev   

Kreativität des Sprechens: Virtuosität und Grazie

Um das kunstvolle Sprechen im Menschen zu animieren, sollte eine kreative Atmosphäre geschaffen werden. Sprache und Stimme sind keine technischen Mittel, keine gespielte Schönheiten. Die Stimme eines Menschen ist der Ausdruck seiner Seele und seines Schicksals. Bei den Interpretationen von Texten ist es wichtig, dass die interpretierende Person die nötige Innerlichkeit erschaffen kann, um den Inhalt des Textes mit ihrem Ideenreichtum umzusetzen und um mit geringen Anstrengungen die besten Ergebnisse zu erreichen – das ist Virtuosität gepaart mit Grazie! So verhilft Theater auch zu einem gesunden Innenleben, frei von Ängsten, vor allem frei von Ängsten vor den anderen. Unser kreatives Training trägt dazu bei.

Joseline Amutuhaire
   

Tanz: eine andere Sprache der Kommunikation

Ich tanze, weil ich diese Sprache liebe. Lassen Sie uns durch den Ugandischen Kiga Tanz (Kiga- Stamm, Südwest-Uganda) rollen um die Gifte aus unseren Körpern zu schwitzen; lassen Sie uns den Ankole Tanz aus West-Uganda tanzen, um die Sprache der Ankole Kuh zu imitieren und zu lernen; lassen Sie uns den Lukerne (Topf-) Tanz aus Nord-Uganda ausprobieren, der uns hilft, verschiedene Verantwortungen im Leben zu balancieren, aber auch, unsere Wirbelsäule gerade und gesund zu halten. Im Tanz lernen wir, unsere Körper zu balancieren, unsere Erinnerung zu stärken und auch unser Hören zu verbessern. Ich führe Sie gerne in das Geheimnis ein, trotz der Herausforderungen des Lebens glücklich zu sein und zu bleiben, das wir nur durch eine der besten Methoden erreichen können: Tanzen!

Christina Steybe
Christina Steybe   

Gefühle über ein Werk ausdrücken
Was schlummert im Menschen, in seinem Werk? In diesem Workshop geht es darum, mit möglichst allen Sinnen sich selbst zu erforschen und zu überraschen. Der Entdeckung eine Form geben, sich ausdrücken, gestalten, sich diesem Werk widmen und die Rückwirkung geniessen und sich entfalten lassen. So öffnen sich neue Sichtweisen und Perspektiven.